Donnerstag, 29. Juli 2010

Tag X

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich mal beginnen, den Tag X ein wenig aus unserer Sichtweise wieder zu geben. Ich möchte hier keinen riesen Roman und auch keinen detaillierten Verlauf des Tages preisgeben. Aber ein wenig soll der Tag doch nochmal angesprochen werden.

Wie wir nicht erwartet hatten, haben wir die Nacht von Freitag auf Samstag relativ gut geschlafen. Wir haben uns schon Horrorszenarien ausgemalt, dass wir die ganze Nacht wach liegen würden. Diese haben sich zum Glück nicht bewahrheitet, so dass wir halbwegs ausgeruht in den Tag der Tage starten konnten.
Die Aufregung, hielt sich bei uns beiden an dem Morgen noch in Grenzen. Wir wussten genau, dass es ein langer Tag werden würde und wir unsere Aufregung noch nicht am Anfang verschwenden brauchen. Frisch aufgestylt, fuhren wir dann zum Standesamt. Pünktlich um 9:30 Uhr sollte die Trauung beginnen. Herr Schellhorn, unser Standesbeamte, wusst um unseren harten Tag und hielt sich kurz und bündig, so dass schon 12 Minuten später alles vorüber war und wir nun die Eheleute Rohe waren. Wir tranken noch gemütlich Sekt vor dem Standesamt, da die kurze Trauung uns noch einige Zeit in unserem Zeitrahmen schenkte.
Anschließend fuhren wir dann getrennte Wege. Sarah fuhr mit zu ihrer Mutter. Sie sollte um 11 Uhr sich mit Anika und ihrer Mama in Richtung Friseur aufmachen, wo sie geschminkt und frisiert wurde. Ich fuhr mit meiner Family und Karsten zu meiner Mutter. Wo wir mehr oder weniger die Zeit totschlugen und leckere Brötchen aßen. Zwischendurch bin ich nochmal kurz zu Sarah und mir gegangen, um den Briefkasten zu leeren und noch einige Dinge zu holen die ich vergessen hatte. Ich begann mich dann fertig zu machen und um kurz vor 2 fuhr ich mit meinem Schwager, meiner Schwester und meinem Bruder als Kameramann in Richtung Kirche.
Die ersten warteten auch schon vor der St. Peter und Paul Kirche. Meine Nervosität war unerträglich. Einige organisatorische Dinge bzgl. Blumenkinder, Kerzenkind und Messdiener mussten noch erledigt werden. Und dann war es soweit, dass Glockengeläut begann und meine Nervosität stieg bis ins unermessliche. Ich ging also nach vorne, zu unserem angedachten Platz und unser Pastor und der Ersatzküster beratschlagten sich noch, welche Kerzenständer für unsere Kommunionskerzen am besten wären. 5 Minuten vor beginn der Messe, wurde auch noch eben der Altarraum gefegt :-) Die Sitzordnung, nahm leider eine nicht ganz erfreuliche Eigendynamik. Vom Altar aus, war die linke Bankseite des Mittelschiffs gut besetzt und leider saß auf der rechten Seite niemand. Ein bisschen ausgewogener hätte uns mehr gefreut. Aber egal.
Der Moment, als Sarah die Kirche betrat war unbeschreiblich schön. Den dicken Kloß im Hals, konnte ich aber runterschlucken. Denn sonst hätte mich ne Wasserflasche getroffen (INSIDER).
Die Messe flog nur so an uns vorüber. Wir waren sehr aufgeregt, aber alles in allem doch relativ ruhig, da wir beide nur daran gedacht haben, gerade zu sitzen :-) Ein absolutes Highlight in der Kirche, war ohne Frage die musikalische Untermalung. Ein herzliches Dankeschön, gibt es dafür für Achim von uns.
Wir schritten nach der Messe dann aus der Kirche, um diverse Gratulationen entgegen zu nehmen. Der Wind pfiff ganz schön durch die schmale Gasse, so dass die Gäste nichtmals in die Seifenblasen pusten mussten. Dies erledigte der Wind für sie.
Sarahs Arbeitskollegen haben dann ein Herz vorbereitet, welches wir Ausschneiden mussten. Ich trug sie durch das Herz und dann sahen wir unser Hochzeitsgefährt. Eine schicke, riesige Limousine, die uns von Sarahs Mama und ihrem Bruder Pascal aka Klausi geschenkt wurde. Nach diversen Gratulationen und Gruppenfoto, stolzierten wir über den roten Teppich, winkten den Angehörigen nochmal und nahmen in der Limousine platz. Mit 6 weiteren Gästen machten wir uns bei einem leckeren Glas Champagner, in der Limousine, auf den Weg nach Neuenheerse. Nach lautstarkem Autokorso, in Neuenheerse angekommen, wurden wir mit einem Sektempfang bei Ikenmeyer empfangen.
Wir nahmen im Festsaal Platz und eröffneten das Kuchenbuffet mit Anschneiden der 3-stöckigen Hochzeitstorte. (Anmerkung: Meine Hand war oben, was Sarah ein wenig Traurig machte ;-) ) Wir verabschiedeten uns dann zum Fotomachen, im gegenüberliegenden Wasserschlosspark Heerse. Ca. 1 Std. später, waren wir mit den, wie sich nachher herausstellen sollte, absolut genialen Fotos fertig. Nach diversen Familienfotos, waren auch schon die restlichen Gäste im Anmarsch. Nach dem nochmaligen Sektempfang, nahm dann der Abend seinen Lauf. Ein super leckeres Essen später, weiteren Fotoshootings und einem Spiel von Sarahs Großeltern und der Familie von Sarahs Onkel, war es dann soweit, zu zeigen wie gut wir geübt haben. Der Hochzeitstanz stand vor der Tür und alles klappte wie Reibungslos.
Ab da an wurde getanzt, geschunkelt, gesungen, getrunken und noch viel mehr. Irgendwann wurde dann die Musik kurz unterbrochen, denn es gab eine Überraschung von meiner Mama und meiner Schwester. Denn uns wurde eine Hochzeitszeitung geschenkt, die Sarah und ich uns insgeheim immer gewünscht haben. Diese Zeitung ist einfach supergenial! Gegen 23 Uhr wurde dann die Nachtsnacktheke eröffnet, wo sich auch wieder viele drüber hermachten. Gegen 0 Uhr wurde dann der Brautstrauss geworfen, der unter der Flucht vieler anderer, von Sarahs Arbeitskollegin gefangen wurde. Und ab da an, gab es glaub ich kein Halten mehr. Es wurde richtig abgedanced. Gegen halb vier war dann auch der letzte Gast verschwunden und wir machten uns auf in die daneben gelegene Ferienwohnung, die wir uns für den Abend mieteten.

1 Kommentar:

  1. Hey kleiner Bruder! Hast Dich gut geschlagen an diesem Tag. Trotz der Nervosität in der Kirch! LG Chris

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