Dienstag, 6. Juli 2010

Junggesellenabschied in Willingen TEIL 1... Ach ja, noch 18 Tage ;-)

Halli Hallo,

so heute möchte ich ein paar Impressionen von meinem Junggesellenabschied zum Besten geben und Eines kann ich euch versprechen, dieser Junggesellenabschied(JUGA) hatte es in sich.
Am Samstag den 03. Juli ging es um 8:45 Uhr los. Ich hatte schon einen Mega Respekt bevor es los gehen sollte, da ich ja null Ahnung hatte, was mich erwarten würde. Lediglich durch einen Versprecher, wurde mir die Spannung genommen, wo es letztlich hingehen sollte. Aber der Zielort, spielt bei so etwas ja eher eine untergeordnete Rolle. Das was mich wirklich intensiv beschäftigt hat, war die Frage, als was werde ich verkleidet? Ich war mir ziemlich sicher, dass es nichts mit einem Frauenkostüm sein würde, da dieses Thema schon beim letzten JUGA aufgegriffen wurde. Was könnte mich sonst noch erwarten, bohrten sich die Fragen in meinen Kopf. Die Tage gingen so ins Land und die Wetterprognosen wurden immer genauer und so schoss mir die Sorge herbei, "Was ist, wenn die mich in nen Pelztierkostüm stecken?" Bei 37°C würde das sicher nicht die kühlste Situation darstellen. Ich hoffte also, dass es nicht so kommt. Als England dann mal eben mit 4:1 zurück auf die Insel geballert wurde, war allen klar, der JUGA würde auf den Tag fallen, wo wir Argentinien begegnen würden. Die nächste Sorge machte sich breit. "Was ist, wenn die mir nen Argentinien Trikot anziehen?" Nun ja es hilft nichts, dachte ich mir, ich kann es nun eh nicht mehr ändern.

Mein Plan für den Samstag war, schnellstmöglich einen Pegel vom Alkohol zu erreichen, dass es mir nichts ausmacht, mich zum Affen zu machen. Eine Lösung musste gefunden werden, wie ich dieses Ziel umsetzen könnte, und schnell war klar, am Vorabend muss schon das ein oder andere Bier vernichtet werden :-) Da Sarah sowieso mit ihren Kollegen auf dem Höhner Konzert in Dringenberg weilte, nahm ich die Einladung für ein FIFA Turnier an, was ich nach dem wie schon geschriebenen, ein, zwei Bierchen als Letzter abgeschlossen habe. Aber mein Plan sollte voll aufgehen. Am Samstag Morgen war dann der Tag der Tage gekommen.

Mit nem kleinen Kater, habe ich mich gegen halb 9 auf den Weg zu meinem Trauzeugen gemacht, der wie es der Brauch so will, den JUGA organisiert hat. Meinen Schwager Liam, habe ich auf dem Weg gleich mitgenommen, damit er u.a. nicht ganz alleine, bei Leuten auftauchen muss, die er nicht kennt. Punkt viertel vor neun klingelten wir dann bei Karsten an der Tür und ich sag es mal so, es war der "Point of no Return"! Ab jetzt gab es kein zurück mehr. Wir erklommen die Stufen zur ersten Etage und ich hörte schon das Gelache, der übrigen Mitreisenden. Karsten empfing mich und ich konnte zum ersten mal ein Blick auf die JUGA T-Shirts werfen, die sich die Jungs haben machen lassen und ich muss sagen, "RICHTIG GEIL"!
Auf der Vorderseite, prangt ein Bild, mit einer Straße und im Vordergrund befindet sich ein blaues Autobahnschild. Der geradeaus Pfeil geht in Richtung Freiheit. Party. Spaß.Leben und die Abfahrt 24 7 gekennzeichnet mit einem Abbiegenden Pfeil geht Richtung Sarah. Auf der Rückseite ist wiederum ein Bild mit einer Braut und einem Bräutigam mit der Inschrift "Ja, ich will! zusehen. Dieser Schriftzug ist durch folgende Sätze in die Mitte genommen worden. Olaf's Junggesellen Abschied und Willingen 2010.

Ich begab mich auf den Balkon, wo sich der Rest befand. Ich sah zum ersten mal mein Kostüm. Ein hautfarbender Polyestereinteiler, mit einem grünen Feigenblatt in Höhe des Schrittes und zwei braun aufgemalten Brustwarzen. Ich sollte also den Adam geben. Im Nachhinein muss ich sagen, dass es mich damit sehr gut getroffen hat. Den Einteiler konnte man hochkrempeln, so dass man frische Luft an Arme und Beine hatte. Wir zogen also los in Richtung Bahnhof. Im Rewe holten wir unser bestelltes Bier für die Fahrt ab und das erste wurde mal pauschal zur Hälfte geext und ich spürte mich schon lockerer werden. Da wir aber ein wenig in Zeitnot waren, begaben wir uns zügig zum Bahnhof und ich vertagte jegliche Verkaufsaktionen und Aufgabenerfüllen auf den Bahnhof.
Apropos Verkaufaktionen. Ich bekam einen Prallgefüllten roten Einkaufskorb, mit jede Menge Klimbims und jede Menge Schnaps. Unter dem Klimbimszeug befanden sich, diverse Deutschland Fan Artikel, diverse Sexspielzeugutensilien und Spaßartikel, wie z.B. ein Gummihundehaufen :-) Zu der Aufgabenliste, komme ich am Ende noch ausführlicher zu sprechen.

Am Bahnhof angekomen, trafen wir auch schon die ersten bekannten Gesichter. Eine Gruppe Damen, waren im Begriff ebenfalls nach Willingen zu fahren und ich muss sagen, diesen Damen verdanke ich eine Menge Geld und eine Menge erledigte Aufgaben. Unser Weg führte uns ersteinmal nach Altenbeken, wo wir dank der Aufmerksamkeit, der oben bereits erwähnten Damen Ärger erspart bekommen haben. Wir wollten mit einem IC weiterfahren und hätten ursprünglich nur 20 Minuten Aufenthalt gehabt. Allerdings darf man mit einem Wochenendticket keinen IC fahren. So wurden aus 20 Minuten, halt ne Stunde Aufenthalt, die wir im Biergarten am Bahnhof, bei einem kühlen Bier verbrachten. Dort wurde ich dann gefragt, wie ich mir den vorstelle auf Toilette zugehen. Mein prüfender Blick auf den Schritt, führte zu der Erkenntniss, kein Reißverschluss. Dieser befand sich nämlich auf dem Rücken und so war jedem unter lautem Gelächter klar, dass Olaf den ganzen Tag Hilfe benötigen würde, wenn er das Stille Örtchen aufsuchen würde. Durch das kühle Blonde frisch gestärkt, begaben wir uns wieder in den nächsten Zug. Einige Aufgaben und Utensilien, habe ich bis dahin schon hintermich gebracht und der Pegel stieg unaufhörlich, was mich auch offener machte, um fremde Leute anzusprechen, um irgendein Sch... von ihnen zu wollen :-) Unser nächster Halt war Warburg, wo wir ca. 20 Minuten Aufenthalt hatten. Bei steigenden Temperaturen, warteten wir und ließen uns Bräunen. Nächster Halt war Brilon Wald, wo wir dann den ersten Mädels JUGA trafen. Diese Damen, stiegen aber in den Zug aus dem wir ausstiegen und sie waren froh aus diesem, O-Ton der Mädels, Kaff rauszukommen. Brilon Wald, ist glaube ich der einzige Bahnhof in Deutschland, der nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr aufgebaut wurde. Ein einziges Loch. Zum Glück hatten wir hier nur 10 Minuten Aufenthalt.

Nächster Stopp Willingen. Auf den Weg dorthin, stiegen man höre und staune 3 Jungegesellenabschiede ein. 2 von denen sollten uns noch den ganzen Abend immer mal wieder begleiten. In Willingen angekommen und innerlich fast ausgetrocknet stürmten wir den nächstgelegenen Kiosk, um unseren Biervorrat aufzufüllen. Durch diverse Verkaufsaktionen, konnte ich bereits mehr als genug Geld für Nachschub sammeln.

Mein Problem war zur Zeit ein ganz anderes. Mein Feigenblatt, wollte unbedingt mein höchstes Gut preisgeben und fing an sich zu verabschieden. Einige Tackeraktionen in Altenbeken führten nicht zu dem gewünschten Ergebnis, so dass ich über die Notlösung Büroklammern auf die Endlösung, einer Sicherheitsnadel, gestossen bin. Problem gelöst. Nächstes Problem ließ nicht lange warten. Wo gucken wir denn nun Fussball? Laut einigen Aussagen, diverser Leute, sollte alles bereits Voll sein. Wir reservierten uns ebenfalls im nächstbesten Schuppen einen Tisch, welcher aber nur als Notlösung dienen sollte. Wir wollten nämlich unser Glück im coolsten Schuppen in Willingen versuchen und zwar im "Brauhaus"! Dort wurde uns mitgeteilt, dass zwar die Tische reserviert seien, aber man auch gut im stehen Fussball gucken könnte. Das sollte dann auch in Anspruch genommen werden. Glücklich mit der Lösung des Problems, machte ich mich dann auf Verkaufstour, welche sich als schwieriger ereignen sollte als gewünscht. Durch diverse Security's die kontrollierten, wurde man in seinem Tun stark eingeschränkt. Man darf auf dem Gelände von den Kneipen (Biergärten) nichts verkaufen. Das ist von den Wirten nicht gewünscht und in bester Geheimagentenmanier, habe ich es dann heimlich trotzdem gemacht. Im Biergarten vom Vis-a-Vis wurden mir weitere Aufgaben gelöst und Schnäpse abgekauft und wir gönnten uns noch ein paar Bierchen. Jetzt noch was zum Beißen und dann ab zum Fussball, war unser Plan für die nächste Stunde. Gut gestärkt von dem Döner, machten wir uns dann auch den Weg zum Brauhaus, wo wir dann wiederum nach einigen Verkaufsaktionen auch ankamen.

Am Eingang des Brauhaus, musste ich meinen Korb dann abgeben, da auch im Brauhaus der Verkauf von Schnaps oder ähnlichem nicht gestattet ist. Zwei große Leinwände zierten das innere dieser großen Kneipe und die Temperaturen draußen taten dazu bei, dass es im Brauhaus extrem heiß war. Über das Spiel muss man nicht viel sagen, außer dass es HAMMA war. Ich möchte hier lieber auf die Stimmung eingehen. Trotz der Hitze wurde getanzt gejubelt, geschrien und wildfremde Männer lagen sich in den Armen, das schafft bei dem männlichen Geschlecht nur der Fussball... Dies war der erste Teil eines langen Tages. Der zweite folgt nämlich in den nächsten Tagen, da meine Finger vom Tippen schon weh tun :-) Also bis dahin!

2 Kommentare:

  1. Sehr schöner Bericht über eine Ideen für den Junggesellenabschied in Willingen. Wir suchen auch gerade eine passende Idee für den Junggesellenabschied eines Freundes. Danke für den Bericht und die JGA Idee. Werden wir auf unsere Liste von Ideen mit aufnehmen. Gruß Emilia

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  2. Willingen? Noch nie etwas davon gehört. Jedenfalls hört sich die Idee für den JGA echt witzig an. Das wäre mal eine Option für einen ausgefallenen Junggesellenabschied. Ich hoffe eure Ehe hält nach dem exzessiven JGA Wochenende noch so gut wie am Anfang! ;-) Take care!

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